Trailrunning

Running-Child-Balance

Ende April 2022: ziemlich genau ein halbes Jahr nach der Geburt meiner Tochter stehe ich beim Tavor Halbmarathon zum ersten Mal wieder mit „Biss" am Start. Ich möchte nicht mehr nur gut ins Ziel kommen, sondern auch so schnell wie möglich, nicht nur „mal schaun", sondern auch „mal beißen", wenn’s zwischendurch anstrengend wird. Ich hoffe, dass sich das angepasste Training der letzten Wochen bezahlt macht und ich diesmal vor dem typischen Eingehen zum Schluss verschont bleibe.

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Nahal Sorek - Nature Reserve

Am letzten Wochenende war endlich wieder Zeit für einen längeren Trail-Lauf. Der Sonntag hat sich mittlerweile als bester Wochentag herausgestellt, um die Nationalparks, Wälder und sonstige Plätze in Israel zu erkunden. Während am Samstag bzw. Shabbat bei schönem Wetter alle Leute draußen sind - am Meer, im Wald und in den Parks picknicken und Barbecue grillen, ist es am Sonntag, der hier schon wieder ein Arbeitstag ist, angenehm ruhig.

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Hakedoshim Forest- Erster Ausflug nach dem lockdown

Seit einem guten Monat habe ich die derzeit außergewöhnliche Möglichkeit in Israel zu sein. Bis 8.2. war aber auch hier lockdown Nr. 3; trotz hoher Impfquote waren/sind die Infektionszahlen weiterhin sehr hoch geblieben, und aus diesem Grund war es in den letzten Wochen leider nicht möglich, das Land ישראל zu erkunden, das mit einer Fläche von 20.991 km² zwar nicht durch seine Größe, jedoch durch seine Vielseitigkeit besticht - so viel, kann ich bereits bestätigen.

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Wettkampf-Saison 2020 - mein Resümee

Wie alle Bereiche des allgemeinen und privaten Lebens hat die Corona-Krise auch den Laufsport stark getroffen. Ab dem Lockdown im Frühjahr wurden viele Bewerbe abgesagt oder auf den Herbst verschoben. Im Sommer und Früh-Herbst gab es dann ein kurzes Zeitfenster, in dem Bewerbe unter Einhaltung eines Sicherheitskonzeptes stattfinden konnten. Insofern darf ich durchaus zufrieden sein, 2020 an folgenden vier Trail-Running-Bewerben 2020 erfolgreich teilgenommen zu haben:

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Trailrunning

Nach über zwei Wochen Traillauf-Pause ist die Sehnsucht riesengroß. Alles Mögliche schwirrt in meinem Kopf herum – Fragen, Zweifel, Perspektiven. Es fehlt etwas Essentielles, um vollständig zu sein. Ich bin nicht bei mir selbst, fühle mich nicht wohl, getrieben von innerer Unruhe und einer gewissen Planlosigkeit. In dieser Gefühlslage will ich keine neue Strecke ausprobieren, ich laufe einen meiner Lieblingstrails, um wieder zu mir zu finden. Trailschuhe an, Rucksack geschultert – los geht‘s!

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WM Ultra-Trail 2018

Vorgedanken In wenigen Tagen geht es auf zur Ultra Trail WM nach Spanien. Der Koffer ist noch nicht gepackt, aber ein mittelgroßer Kleider- und Ausrüstungshaufen türmt sich bereits in meinem Zimmer auf. Schon letztes Jahr, als im Frühjahr der Termin für 2018 festgesetzt worden ist, habe ich diesen Wettkampf anvisiert und mich in den letzten 6 Monaten trainings- und wettkampfspezifisch darauf fokussiert. Diese Vorbereitungen sind bislang so wie erhofft gelaufen, das Umknöcheln vor 3 Wochen in einem Laufkurs war zwar nicht ideal, die Einschränkung davon hat sich aber mittlerweile mit etwas Schonung merklich gebessert.

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GGUT 2017 - Mut zum Aufhören

Es zieht von allen Seiten her zu. Dichter Nebel steigt auf, versteckt den Gipfel, verbirgt den Zustiegsweg zum Gletscher, den wir mühsam durch Fels, Schutt, Block gesucht haben. Jetzt anseilen, schauen, dass bei allen die Steigeisen fest halten, dann 2 bis 3 Stunden hinauf, an der Schlüsselstelle zur Sicherung Eisschrauben setzen, wenn Glück auf den Gipfel, vermutlich ohne Sicht, und dann alles zurück, geschätzte 5 Stunden. Kein Netz, auch keine Notrufe, 3 von 5 der Gruppe ohne Hochtourenerfahrung, ab früher Nachmittag Gewitter-Ansage, und wir haben jetzt schon länger gebraucht als erwartet. Gehen wir halt noch, so weit wir kommen! Nur ein Stück, Vroni, damit ich endlich einmal am Gletscher gewesen bin. Für 14 Uhr sind Gewitter angesagt – das kann sein, muss aber nicht, nicht wahr?! Jessy und ich stehen schon am Gletscher. Jetzt sieht man bald gar nichts mehr, weder hinauf Richtung Gipfel, noch zurück Richtung Aufstiegsweg. Es macht einfach keinen Sinn, die Gruppe und mich bewusst in ernsthafte Gefahr zu bringen. Nein, wir drehen um! Während alle die Steigeisen ablegen, kommt tosender Wind auf. Binnen 30 Sekunden ist es um mindestens 10 Grad kälter. Zieht euch gleich die Regenjacke an! Vorsichtig machen wir uns auf den Rückweg. Es regnet, Graupelschauer, dichte Schneeflocken wie im Winter. Am nassen Fels ist es sehr leicht auszurutschen. Ebenso am unter dem Schutt versteckten Eis und auf dem frischen Schnee. Langsam, konzentriert, schweigsam. Als wir nach ca. 45min beim hinteren Umbaltörl angekommen sind, hat es aufgehört, der Nebel lichtet sich, gut sieht man hinunter ins Tal nach Kasern, die Dreiherrenspitze ist immer noch verdeckt. Wir hätten auch biwakieren können, Vroni, und nach einer Stunde weiter! Wir hätten… Wir hätten können… Aber jetzt sind wir am Rückweg, das ist gut, das ist vernünftig, das war und ist meine Entscheidung. Im Hochgebirge ist der Grat zwischen Risiko und Verantwortung immer schmal und zumeist absturzgefährdet.

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Trans GranCanaria 2017

Als ich Ende des letzten Jahres die Laufsaison 2016 Revue passieren ließ, war ich nicht nur überrascht, sondern auch sehr dankbar, dass mein Körper trotz vieler intensiver Trail- und Ultra-Bewerbe (Mozart100 Scenic, GGUT, Wörthersee-Trail-Maniak, Schneeberg Trail, WM Portugal…) keine allzu großen Verschleißerscheinungen davon getragen hatte. Ganz im Gegenteil fühlte ich mich im Dezember unerwartet fit und trainingsmotiviert. Dennoch wollte ich mir für 2017 keine „hard-core-Bewerbe“ über 70km vornehmen, sondern vielmehr im Bereich zwischen 50-70km Sicherheit gewinnen. Dass ich auf den langen Ultra-Distanzen noch viel zu lernen habe, um mit dem Rennverlauf und schließlich mit mir selbst zufrieden sein zu können, das habe ich letztes Jahr beim GGUT und bei der WM in Portugal deutlich eingesehen. Denn ob du mit einem Lauf zufrieden bist, sagt dir weder deine Uhr noch die Ergebnisliste.

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WM Ultratrail 2016

Auf zur WM nach Portugal Es gibt keinen besseren Zeitpunkt, als am österreichischen Nationalfeiertag zu einer Weltmeisterschaft aufzubrechen. Beim Frühstück im Radio noch Fendrichs „I am from Austria“ - ja „voi Stolz“ möchte ich genau das in Portugal sagen können. Auch dass - wenngleich als Niederösterreicherin – ich trotzdem im „Land der Berge“ daheim bin, will ich auf der 85km langen Strecke mit ihren 5000hm unter Beweis stellen. Was ist das Besondere an einer Weltmeisterschaft? Es fühlt sich tatsächlich so an, als liefe man nicht nur für sich selbst, sondern für das ganze Land. Druck, Belastung oder Motivation und unendlicher Antrieb? Natürlich beides, doch was letztlich überwiegt, wird sich erst am Wettkampftag herausstellen.

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GGUT110 (2016) - mein erster Hunderter

Jeder Lauf erzählt eine kleine Geschichte. Der Großglockner-Ultratrail (GGUT) einen Roman. Der Inhalt in Kurzfassung: 110km, 6500hm, eine große Runde in hochalpinem Gelände um Österreichs höchsten Berg, den Großglockner, Start um Mitternacht in Kaprun, Ziel in Kaprun, Zeitlimit: 29 Stunden.

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